Maggie Stiefvater „Rot wie das Meer“

von Jan Hoffmann am 09.01.13

Heute ist der erste November

und das bedeutet,

heute wird jemand sterben.

Selbst im hellen Sonnenschein schillert die

eisige Herbstsee in allen Farben der Nacht:

dunkelblau, schwarz und braun.

Ich betrachte die sich stetig verändernden

Muster im Sand, zerpflügt von

unzähligen Hufen.

Unten am Strand, einem bleichen Streifen

zwischen schwarzem Wasser und Kalkfelsen,

wärmen sie die Pferde auf. Das ist niemals

ungefährlich, aber die Gefahr ist auch nie

so groß wie heute, am Tag des Rennens.

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …

Empfohlen ab 16 Jahre (laut Verlag)!

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{ 2 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

Vicky Juli 2, 2013 um 21:39 Uhr

Mir hat das Buch nicht gefallen, da ich weder den Schreibstil der Autorin mochte, noch die Geschichte an sich. Ich konnte mich nur schwer in die Geschichte hineinfinden und habe dann ab dem dritten Kapitel aufgehört weiter zu lesen…

Mia Mai 28, 2013 um 22:56 Uhr

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es war spannend und es geht um ein Thema (Wasserpferde), das nicht in jedem zweiten Roman auftaucht. Besonders gut fand ich, dass die Liebesgeschichte nicht Hauptbestandteil des Buches war, sondern der Fokus schon auf den „Capaill Uisce“ und dem Rennen lag, jedoch ohne langweilig oder kitschig zu werden. Teilweise fand ich es etwas zu blutig, doch diese Stellen hielten sich in Grenzen. Es ist jedoch nicht für unter 14-Jährige geeignet (aufgrund dieser teilweise vorkommenden Blutigkeit), sondern eher ab 15 J. empfehlenswert.

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