Ein Roman über das Erwachsenwerden eines Jungen, der sein Leben in die Hand nimmt, mitreißend erzählt und zum Heulen komisch!
Der 16-jährige Ben sitzt in dem verschlafenen Nest Wingroden fest, wo es nichts gibt als eine alte Tankstelle, die gut besuchte Dorfkneipe, den Baggersee und die schöne Friseurin Anna. Ben träumt davon, irgendwann nach Afrika abzuhauen, und vielleicht wäre er auch schon längst weg, wenn seine Mutter nicht als Jazzmusikerin durch die Welt tingeln würde. Bis sie zurück ist, maht er den VW-Bus flott, kümmert sich um seinen Großvater und debattiert mit Maslow, dem Ideenstifter, Finanzier und Visionär der Gemeinde. Maslow will Wingroden zu einer Touristenattraktion machen, mit Vergügnungspark und Golfplatz. Seine jüngste Idee ist es, Nachrichten von einem gestrandeten Raumschiff zu verbreiten, um den Ort in einer Pilgerstätte der Ufo-Gläubigen zu verwandeln. Als die junge Lena mit ihrer Kamer aaufkreuzt, scheint der Plan zu funktionieren. Doch dann treibt Maslows selbst gebasteltes Ufo in den Nachbarsort ab. Polizei und Presse kommen wegen eines Mordverdachts, Lena ist gar keine Journalistin – und Ben ist verliebt. Als Lena ihm einen Abschiedsbrief hinterlässt, macht er sich Hals über Kopf auf die Suche nach ihr …
Später kommt Maslow mit zwei Flaschen Bier über den Platz und setzt sich neben mich. Eine Weile sitzen wir stumm da, trinken unser Bier und gucken in den Himmel. “Glaubst du eigentlich, dass dort oben irgendwo Leben ist?”, fragt Maslow schließlich. “Ich glaube nicht mal, dass hier unten Leben ist”, sage ich. Maslow seufzt und schweigt dann wieder.
“Ich muss dir noch den Rest meines Plans verraten.”
Ich brauche einen Moment, um Maslows bescheuerten Plan zu verdauen. Ein Flugzeug durchquert das Stück Himmel vor uns. Ich stelle mir vor, wie es wohl dort oben zwischen den Sternen ist und wie es sich anfühlt, unterwegs zu einem fremden Ort zu sein. “Und? Was sagst du?” Ich trinke einen Schluck Bier, bevor ich antworte. “Ich kann mich nur wiederholen: Du hast ‘nen Knall.”
“Ich habe mitgelitten, mitgeliebt und vor allem mitgelebt.”
Robert Stadlober
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